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Integrative Schulung

Schule Birrwil - Unterwegs mit Integrativer Schulung

Im Frühling 2008 hat die Schulpflege Birrwil beschlossen, die Integrative Heilpädagogik (IHP) auf das Schuljahr 2009/2010 einzuführen. Das Lehrerteam bereitete sich an Weiterbildungen auf diesen Schritt vor. Die integrative Schulung und der Umgang mit der Heterogenität ist eine zentrale Frage an unseren Schulen. Mit Heterogenität in unseren Schulklassen verstehen wir die Verschiedenartigkeit der Schülerinnen und Schülern in Bezug auf Sprache, soziale und kulturelle Herkunft, Begabung, Leistungsvermögen und Entwicklungsstand. Die steigende Heterogenität ist eine grosse Herausforderung für die Schulen. Jede Schule muss sich die Frage nach dem Umgang mit dieser Vielfalt stellen. Der Weg der integrativen Schulung ist eine Antwort darauf. Mit der integrativen Schulung werden der Schule zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt. Vom integrativen Unterricht sollen alle Schüler einer Regelklasse profitieren können, da zusätzliche Lektionen für eine/n Heilpädagogen/in (Lehrperson mit zusätzlicher Ausbildung) zur Verfügung stehen.

In IS-Schulen besuchen Kinder mit Lernschwierigkeiten, aber auch Kinder mit besonderen Stärken, die Regelklasse, wo sie gemeinsam lernen und arbeiten. Angestrebt wird eine optimale Entwicklung der Kinder bezüglich schulischer Leistungsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Persönlichkeitsentfaltung und sozialem Verhalten. Je nach Zusammensetzung einer Schulklasse kann die Klassenlehrperson diese Aufgabe alleine nicht bewältigen. Einzelne Kinder oder Kindergruppen werden von dem/r Heilpädagogen/in speziell gefördert. Bereits über 100 Schulen im Kanton Aargau arbeiten integrativ, viele sind auf dem Weg zur Einführung. Bis ins Jahr 2015 sollen alle Kleinklassen im Aargau aufgelöst und die Integrative Schulung eingeführt sein. Kinder, welche eine ganz besondere Betreuung brauchen, werden wie bis anhin in dafür spezialisierten Schulen gefördert. Darüber entscheidet letztlich die Schulpflege.

Wie die Schule den einzelnen Kindern gerecht wird, sie individuell fördert und auf das Leben nach der Schule vorbereitet, war schon immer eine zentrale Frage. Warum nun also diese Veränderung? Das Fazit aus dreissig Jahren internationaler Forschung zur Wirksamkeit der Integration hat folgende Vorteile dieser Schulform ergeben: 
  • Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten machen eindeutig grössere Lernfortschritte. 
  • Besonders Begabte profitieren von anspruchsvollen Aufgabenstellungen im individualisierenden Unterricht.
  • Alle Schüler und Schülerinnen können ihr Leistungspotential besser ausschöpfen und entwickeln in heterogenen Lerngruppen deutlich höhere soziale Fähigkeiten.

Auch wir wollen unsere Kinder bestmöglich fördern und sie zeitgemäss auf das Leben vorbereiten. Wir sind überzeugt, dass die integrative Heilpädagogik viel dazu beitragen kann.

Schulleitung Birrwil

Schulische Heilpädagogin - Frau Rebekka Zechner

Frau Rebekka Zechner arbeitet integrativ an unserer Schule.